
Herzlich Willkommen liebe Kinder, liebe Jugendliche, liebe junge Erwachsene…
Kurze Information aus aktuellem Anlass: Die Kürzungen treffen uns alle, PatientInnen und PsychotherapeutInnen! Neben den bereits im absoluten Eiltempo umgesetzten minus 4,5% Honorar soll es zu weiteren drastischen Kürzungen kommen, sodass ein zweistelliger Prozentbetrag als Umsatz pro Jahr für die selbstständig wirtschaftenden Praxen wegbrechen kann. Sollte zudem eine geplante Budgetierung kommen, bedeutet das, dass im akutesten Fall nur noch ein bestimmter Prozentsatz der gesetzlich Versicherten versorgt werden kann, bis der Topf leer ist. Alle weiteren Stunden würden dann nicht mehr in vollem Umfang von der Kasse übernommen werden. Das ist so, wie wenn man zur Tankstelle fährt und einfach nur 70% des vollen Tanks bezahlt. Schön für denjenigen, der nur 70% bezahlt, schlecht für die anderen, in diesem Fall die Arbeitenden.
Viele TherapeutInnen arbeiten bereits jetzt mehr, als sie müssten (ca 20-25 PatientInnenkontaktstunden pro Woche plus regelmäßig eine Vielzahl an unbezahlter administrativer Arbeit/Telefonkontakten/Mailkontakt etc., statt wie eigentlich bei einem halben Sitz 12,5 PatientInnenkontaktstunden). Budgetierung würde also bedeuten, dass die Hälfte der Patientenplätze für gesetzlich Versicherte wegfallen könnte, da TherapeutInnen nur noch das gesetzliche Mindestmaß anbieten könnten, damit sie sicher sein können, für ihre volle Leistung auch voll bezahlt zu werden.
Petition: Monatelange Wartezeiten und jetzt werden Leistungen gekürzt
Psychotherapie im Dauerstress: Was die Kürzungen über unser Gesundsheitsystem sagen
Warum wir wütend sind (Podcast zur Psychoanalyse und Psychotherapie, aktuell zum Thema der Kürzungen)
Honorarkürzungen: Eine Chronik des Versagens
Bundestagspetition 196376: Aktuell noch in Prüfung, aktuelle Informationen findet ihr/finden Sie hier. Sobald die Petition online ist (voraussichtlich Montag) kann man zeichnen: https://epetitionen.bundestag.de/epet/petuebersicht/mz.nc.html